
«Jugendchallenge» des ATV begeistert
Rund 600 Kinder aus den Appenzeller Jugendriegen kämpften am vergangenen Wochenende im Rahmen eines Teamwettkampfs mit vielseitigen polysportiven Anforderungen in Heiden um Medaillen.
Challenge bedeutet Herausforderung – und genau das trifft auf diesen Wettkampf in vielerlei Hinsicht zu. Bereits die Planung verlangt einiges an Geschick, gilt es doch, rund 600 Kinder innerhalb von zwei Tagen in einen abwechslungsreichen Teammehrkampf einzuteilen. Dies gelang dem TV Wald auch in diesem Jahr mit Bravour. Mit Nicole Giezendanner verfügt der Verein über eine erfahrene Organisatorin, die gemeinsam mit Ivan Meier und Mathias Kuster für einen reibungslosen Ablauf des Wettkampfs sorgte.
Für Rebecca Gabi, die Verantwortliche des ATV, ist dieser Anlass «eine tolle Sache». Gleichzeitig sei es eine grosse Herausforderung, innerhalb von zwei Tagen einen solchen polysportiven Mehrkampf für rund 600 Kinder auf die Beine zu stellen. Erfreulich sei insbesondere, dass die Teilnehmerzahl gegenüber den Vorjahren erneut gestiegen ist. Mit Rehetobel, Haslen und Appenzell waren zudem gleich drei Jugendriegen erstmals seit längerer Zeit wieder mit dabei. Nebst sportlichen Leistungen und viel Spass sorgt jeweils vor allem der abschliessende Crosslauf mit seinen spannenden Duellen für eine grossartige Wettkampfstimmung. «Es ist einfach schön, wenn so viele Kinder miteinander wetteifern», meint Rebecca Gabi abschliessend sichtlich begeistert.
Für die Kinder selbst bedeutet der Wettkampf eine spannende Herausforderung, bei der Vielseitigkeit gefragt ist. In verschiedenen Sprintformen gilt es nicht nur, die eigene Schnelligkeit richtig einzuschätzen, sondern beispielsweise auch Karten möglichst schnell zu ersprinten und anschliessend korrekt zuzuordnen. Verschiedene Laufdisziplinen, kombiniert mit Zielübungen und unterschiedlichsten Wurfgeräten, sorgen für Spannung und erinnern teilweise an die Anforderungen von Biathlonwettkämpfen. Je nach Alterskategorie wird auch der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Posten angepasst. Eines gilt jedoch für alle: Nebst der körperlichen Leistung darf der Spass nicht zu kurz kommen, denn nur als Team kann man erfolgreich sein.
Den Abschluss des Wettkampfs bildete in allen Kategorien ein Crosslauf, bei dem nochmals Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Durchhaltewillen gefragt waren. Dabei mussten verschiedenste Hindernisse überwunden werden, seien es Barren, Slalomstangen, Langbänke oder Matten. Besonders spannend waren die direkten Duelle, in denen die Kinder im Kampf eins gegen eins um jede Sekunde kämpften und nochmals alles aus sich herausholten.
Hundwil, Herisau und Urnäsch siegten Für einen stimmungsvollen Abschluss sorgten die Rangverlesen, bei denen die erfolgreichen Teams mit grossem Applaus ausgezeichnet wurden. Bei den Jüngsten in der Kategorie C durfte sich die Jugi Hundwil über den Sieg freuen. Dahinter jubelte die Jugi Wolfhalden über die Silbermedaille, während Bronze an die Jugi Schwellbrunn ging. Diese nahm stolz auch ihre Fahne mit auf das Podest.
In der mittleren Altersklasse, der Kategorie B, dominierte die Leichtathletikriege Herisau und sicherte sich den ersten Platz. Dahinter folgten die Jugi Schwellbrunn und die Jugi Wald auf den weiteren Podestplätzen.
In der ältesten Kategorie A feierte die Jugi Urnäsch den Kategoriensieg und durfte sich die Goldmedaille umhängen lassen. Auf den weiteren Plätzen folgten die Jugi Hundwil und die Jugi Schwellbrunn. Damit gehörten gleich mehrere Jugendriegen zu den erfolgreichen Teams dieses vielseitigen Wettkampfwochenendes.
Geburtstag und trotzdem mittendrin
Sophie Mazenauer hatte ausgerechnet am Wettkampftag Geburtstag. Für sie war jedoch von Anfang an klar, dass sie sich die Teilnahme an der Jugendchallenge nicht entgehen lassen wollte. «Es ist einfach cool, mit den Gspänli mitmachen zu können», erzählte sie begeistert. Besonders auf ihre Kosten kam sie beim abschliessenden Crosslauf. Dieser war für sie der schönste Teil des ganzen Wettkampfs: «Es ist einfach das Schönste, wenn ich mit meinem Team um die Wette rennen kann», meinte sie mit einem strahlenden Lächeln.
Bericht und Bilder: Hans Koller

